Warum Du Dein Leben proaktiv gestalten solltest!

Ein wichtiger Artikel der aufzeigt, wie du dein Leben endlich selbst bestimmen kannst.

Lass uns einen kleinen Test machen, ich gebe dir sechs Aussagen und möchte dich bitten, zu entscheiden, ob es sich um reaktive oder proaktive Sätze handelt:

  • So bin ich einfach
  • Ich wähle
  • Ich kann nicht
  • Sie werden das nicht erlauben
  • Ich kontrolliere meine Gefühle
  • Ich werde

Na, was meinst Du, welche der Aussagen ist reaktiv, welche proaktiv? Bevor ich das auflöse möchte ich dir erst einmal etwas zu diesen beiden Begriffen erzählen. Als nächstes sehen wir uns an, wieso schon unsere Sprache verrät, ob wir eher reaktiv oder proaktiv eingestellt sind.

Dann schauen wir uns an, wie wir von der dunklen Seite hin zur hellen Seite kommen können, also proaktiv werden und ich schlage dir ein kleines Experiment vor, das dich nicht mehr als 10 Minuten täglich kostet.
Aber lass und erst einmal schauen, was proaktiv denn überhaupt ist.

In diesem Artikel erwartet dich:

Legen wir los:

Was ist proaktiv?

Im Gegensatz zu den Tieren können wir unsere Welt wahrnehmen und auf sie reagieren. Tatsächlich sind wir täglich tausenden von Reizen ausgesetzt und wir reagieren auf diese. Und wir sind nicht allein, es sei denn wir hätten Schiffbruch erlitten und würden jetzt auf einer einsamen Insel leben.

Aber wir leben mit anderen zusammen, mit unserem Partner, der Familie, unserem Chef, Kollegen. Jeder von denen sendet einen oder mehrere Reize aus – „Du bist niemals pünktlich“, „Du pustet immer bei der Suppe“ und wir reagieren darauf – „Wir kommen schon rechtzeitig an“, „Sie ist halt heiß“.

In der Psychologie spricht man vom Reaktiven Modell. Es geht aber auch anders, wir haben nämlich die Freiheit zu wählen, wie wir auf einen Reiz reagieren. Wir können eine andere Herangehensweise wählen. Ein Beispiel?

Ich hatte mal Freunde, die kamen grundsätzlich zu spät, aber nicht eine viertel Stunde oder 20 Minuten, nein zwei oder drei Stunden. Das war umso ärgerlicher, wenn man eine Feier hatte und es da Vorspeise, Hauptgericht oder Nachtisch gab.

Sie waren einfach nicht zu bekehren.

Klar, ich hätte sie nicht mehr einladen können, aber dazu waren sie mir zu wichtig. Also was habe ich gemacht. Eines Tages habe ich zu ihnen gesagt: „Die Feier fängt um 17:00 an“ Obwohl sie erst um 19:00 anfing. Und siehe da sie kamen nicht nur nicht zu spät, sondern waren die ersten.

Also fassen wir zusammen: Wir sind Reizen ausgesetzt und reagieren auf diese. Aber anstatt uns von Gefühlen oder den Umständen leiten zu lassen, schauen wir welche Alternativen wir haben. Denn wir haben den freien Willen und können unsere Vorstellungskraft einsetzen, um mit dem Reiz proaktiv umzugehen.

Kommen wir zurück auf den kleinen Eingangstest vom Anfang. Wir können hier schon an Sprache sehen ob wir reaktiv sind oder nicht.

Wieso verrät uns die Sprache ob wir proaktiv oder reaktiv sind?

Nach dem letzten Absatz sollte es einfacher sein, zu sehen, dass die Sätze:

„So bin ich einfach“, Ich kann nicht“ und „Sie werden das nicht erlauben“ eine Reaktion auf einen Reiz sind, und sie weder eine Wahlfreiheit zeigen noch sich an Werten orientieren (Werte sind nämlich wichtiges Zeichen einer proaktiven Haltung).

Wohingegen, „Ich wähle“, „Ich kontrolliere meine Gefühle“ und „Ich werde“ uns viele Möglichkeiten bitten nicht nur zu reagieren (und unseren Gefühlen freien Lauf zu lassen), sondern einer Situation aktiv und bejahend zu begegnen. Aber das ist nur ein Aspekt der Sprache, ein weiterer ist der zwischen dem „Haben“ und dem „Sein“.

Sein oder Haben – das ist die Frage, die wir uns beantworten müssen

Wieso zeigen uns diese beiden, ob wir proaktiv oder reaktiv sind? Schauen wir uns auch hier wieder einige Beispiele an.

„Die Firma ist schuld, dass ich mein Projekt nicht abschließen konnte“

„Wenn ich erst meinen Abschluss habe, …“

„Ich kann das nicht schaffen, weil ich keine Zeit dazu habe.“

Was haben all diese Aussagen gemein? Es sind die „anderen“, die das Problem sind, nicht wir selbst. Die Umstände, das Wetter oder sonstige widrige Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben.

Aber wie wir oben gesehen haben stimmt das nicht, wir können sehr wohl Einfluss nehmen, weil wir nämlich im Gegensatz zu den Tieren einen freien Willen haben. Wie werden wir nun proaktiv?

Wie wird man proaktiv?

Zum einen, indem wir uns klarmachen, dass es Bereiche gibt, auf die wir Einfluss nehmen können und andere auf die wir keinen Einfluss haben. Ändern können wir nicht die anderen, sondern nur uns selbst. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die ich in meinem bisherigen Leben gemacht habe.

Ich kann also aufhören an meiner Partnerin herumzunörgeln und stattdessen ihre positiven Seiten sehen und hervorheben. Und vielleicht merkt sie, dass sich etwas in unserer Beziehung verändert hat und reagiert ebenfalls positiv darauf.

Und auch wenn es sie es nicht tut, so habe ich doch proaktiv an der Situation gearbeitet und werde mich auf jeden Fall besser fühlen.

Also fassen wir zusammen:

  • Wir sind Reizen ausgesetzt
  • Wir reagieren auf sie
  • Wenn wir proaktiv sind haben wir die Wahl und suchen nach Alternativen
  • „So bin ich einfach“, „ich kann nicht“, „ich muss“ ist reaktive Sprache
  • „Ich wähle“, „ich ziehe vor“, „ich werde“ ist proaktive Sprache
  • Es geht ums Sein, nicht ums Haben
  • Nicht die anderen müssen sich ändern, sondern wir

Aber wie kann ich jetzt meine Einstellung von einer reaktiven auf eine proaktive Haltung verändern? Nun, genauso wie du einen Elefanten aufessen kannst – Stück für Stück.

Und deshalb möchte ich dir zeigen, wie Du mit zehn Minuten täglich, und zwar 30 Tage lang, eine Änderung bewirken kannst. Bist du bereit?

Der 30-Tage-Test

Wie ich ja schon gesagt habe gibt es viele Bereiche im Leben, in denen wir proaktiv tätig sein können. Einer der wichtigsten, und der mit dem wir am häufigsten in Berührung kommen, ist der der Sprache.

Ich möchte dich einladen, dies zu testen. Nimm dir jeden Tag zehn Minuten Zeit und achte bewusst darauf, wie du und die Menschen mit denen Du zusammenarbeitest ihre Sprache gebrauchen.

Welche Formulierungen benutzen sie mehr – „ich kann nicht“, „wenn nur“, „ich muss“, also reaktive Formulierungen oder „ich werde“, „ich wähle“, „ich zieh vor“, also proaktive Formulierungen?

Und dann berichte mir von deinen Erfahrungen, die du gemacht hast. Nutze dazu die Kommentarfunktion, oder wenn es dir lieber ist kannst du mir auch gerne eine E-Mail schreiben (mario@productivitymind.de).

Mario Carla

Mario Carla

Autor bei PRODUCTIVITYMIND und selbstständiger IT-Berater

Rad des Lebens Morgenroutine Gewohnheiten Mindset Workflow

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Mario ist Autor bei PRODUCTIVITYMIND. Er ist selbstständiger IT-Lernstratege. Nicht die Vermittlung von Wissen, sondern von Fertigkeiten liegt ihm am Herzen. Dazu optimiert er ständig die Lernsysteme, mit denen er arbeitet, und die er vermittelt.

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