Bucket List: Erstelle deine persönliche Traumliste

Eine Anleitung, wie du dir Lebensziele setzt, die im Einklang mit deiner Persönlichkeit und deiner Umwelt stehen.

Egal, ob man es Bucket List, Wunschliste oder Traumliste nennt: das Schreiben von Wunschlisten kennt wohl jeder von uns.

Großgeworden mit einem jährlichen Wunschzettel zu Weihnachten, füllen wir heute unsere Wunschlisten auf Amazon, lesen Bücher wie 1000 Places To See Before You Die, setzen Artikel in Online-Shops auf Merklisten und erstellen für unsere Familie nach wie vor brav Wunschzettel zum Geburtstag oder eben zu Weihnachten.

Was diese Listen meistens gemeinsam haben: eine gewisse Kurz- oder Mittelfristigkeit der Wünsche, deren Erfüllung allein durch finanzielle Ressourcen erreicht werden kann.

In diesem Artikel möchte ich daher den Fokus auf Ziele und Wünsche lenken, die nicht unbedingt von heute auf morgen zu erfüllen sind und zusätzlich nicht unbedingt „materialistisch“ im Sinne von reinem Besitz veranlagt sein müssen.

Es geht um Ziele, die deinem Herzen entspringen. Um Wünsche, die DU persönlich für dich und ein erfüllteres Leben willst. Träume, die du auf dem Sterbebett bedauern würdest, solltest du sie nicht erreichen.

Nachfolgend zeige ich dir, wie du Schritt für Schritt deine persönliche Bucket List erstellst. Du lernst

Lass uns loslegen 🙂

Schritt 1: Träume wild!

Der Sinn einer Bucket List ist kurz gefasst eine Aufzählung deiner Lebenswünsche und –träume. Sie ist eine To-Do-Liste für dein Leben.

Einmal erstellt, solltest du sie dir regelmäßig betrachten, Punkte der Liste verwirklichen und deine Bucket List gegegebenfalls um Punkte streichen, die dir nicht mehr entsprechen oder um Punkte erweitern, die neu hinzukommen.

Wenn du deine Bucket Liste erstellst, dann nimm dir die Freiheit und träume so wild wie möglich!

Schreibe alle Ideen, Wünsche, Träume und Gedanken einfach auf, wir werden sie im nächsten Schritt weiter bearbeiten.

Notiere alles, was du werden, machen oder haben möchtest.

Alleine der Vorgang des Aufschreibens setzt einen Prozess in Gang, der deine Konzentration auf deine Ziele verstärkt und deine Ideen stärker in dein Unterbewusstsein brennt.

Hast du Familie? Dann beziehe deine/n Lebenspartner/in (und deine Kinder) in deine Zielsetzung mit ein!

Der komplette Zielsetzungsprozess hilft deiner logischen linken Gehirnhälfte sich zu kanalisieren und schafft kreativen Raum für mehr Vorstellungskraft deiner rechten Gehirnhälfte.

Behalte dabei folgendes im Hinterkopf: Du musst erst sein, bevor du etwas machen kannst. Und du musst erst machen, bevor du etwas haben kannst.

Aber am allerwichtigsten ist: FANG AN – MACH ES JETZT!

Einer der Hauptgründe, warum du dir überhaupt Ziele setzt, ist der, dass du aus ihnen einen gewissen Nutzen für dich ziehst. Aber diesen Nutzen erhältst du erst dann, wenn du auch entsprechend handelst. Und wenn deine Ziele auch wirklich deine Ziele sind.

Deshalb fordere ich dich JETZT dazu auf, dir umgehend Zettel und Stift zu schnappen und deiner Fantasie freien Lauf zu lassen! Setz dir dabei keine Grenzen und schreibe aus dem Bauch heraus einfach alles auf, was du an Lebensträumen in dir trägst. Wir werden im nächsten Schritt deinen Zielen genauer auf die Schliche kommen.

Bevor du dich aber hinsetzt und zu schreiben beginnst, hier noch ein paar Gedankenanstöße:

  • Was wolltest du schon immer tun?
  • Was war dein Kindheitstraum?
  • Welche Länder oder Städte der Welt wolltest du schon immer bereisen?
  • Würdest du eine Million im Lotto gewinnen, was würdest du dir davon kaufen?
  • Was macht dich glücklich?
  • Welche Momente möchtest du mit anderen teilen?
  • Wenn du etwas an dir ändern könntest, was wäre das?
  • Welche Träume schiebst du aus (welchen Gründen auch immer) immer weiter hinaus?
  • Wenn du morgen sterben solltest, welche eine Sache würdest du heute noch machen?

Schritt 2: Warte ein paar Stunden und frage dich „Warum?“

Warte 24 bis 48 Stunden. Leg die Liste einfach zur Seite und lass sie dort liegen. Schnapp sie dir nach 24 bis 48 Stunden und beantworte dir für jeden Punkt auf deiner Bucket List die Frage „Warum hab ich diesen Punkt auf die Liste gesetzt?“

Wenn du nicht einem Satz formulieren kannst, warum du diesen Punkt „werden, machen oder haben“ möchtest, dann ist dieser Punkt wirklich nur ein Traum und kein konkretes, reales Ziel.

Und du solltest diesen Punkt jetzt von deiner Liste streichen.

Schritt 3: Stell dir weitere fünf Fragen!

Stell dir im nächsten Schritt für jedes verbleibende Ziel die folgenden fünf Fragen. Wichtig dabei ist, dass du jede dieser Fragen mit „Ja“ beantwortest.

  1. Ist das Ziel wirklich mein Ziel?
  2. Ist es für jeden, der dadurch betroffen wird, moralisch richtig und fair?
  3. Steht das Ziel im Einklang mit meinen anderen Zielen?
  4. Kann ich mich emotional dazu verpflichten, das Ziel auch tatsächlich zu erreichen?
  5. „Sehe“ ich mich, dass ich dieses Ziel erreiche?

Das Beantworten dieser Fragen wird deine Liste wahrscheinlich weiter reduzieren. Aber das ist gut so! Denn du solltest keine Ziele verfolgen, die du im tiefsten Inneren nicht vertreten kannst. Und deine Ziele sollten voll und ganz deine eigenen, persönlichen Ziele sein.

Frage 1 gibt dir zum Beispiel Einblick darüber, welche Ziele von außen an dich herangetragen werden. Bist du zum Beispiel noch minderjährig und lebst bei deinen Eltern, arbeitest in einem Angestelltenverhältnis oder bist Mitglied eines Teams, kann es durchaus sein, dass manche Ziele von deinen Eltern, deinem Chef oder deiner Chefin oder deines Trainers erwartet werden, das Ziel aber gar nicht wirklich dir entspricht.

Frage 2 und 3 werden dir sehr hilfreich sein, wenn du wichtige Entscheidungen treffen musst, vor allem im finanziellen Bereich.

Schritt 4: Stell dir noch mehr Fragen

Stelle dir für jedes verbleibende Ziel folgende Fragen:

  1. Wird mich das Erreichen dieses Ziels glücklicher machen?
  2. Wird mich das Erreichen dieses Ziels gesünder machen?
  3. Wird mich das Erreichen dieses Ziels erfolgreicher machen?
  4. Wird das Erreichen dieses Ziels gut für meine Familie und Freundschaften sein?
  5. Wird mir das Erreichen dieses Ziels mehr Seelenfrieden geben?
  6. Wird mich das Erreichen dieses Ziels sicherer machen?
  7. Wird das Erreichen dieses Ziels meine Beziehungen zu anderen bereichern?

Wenn du nicht eine einzige der oberen Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann streiche das entsprechende Ziel von deiner Bucket List. Aber sei vorsichtig bei der Beantwortung der Fragen und verwechsle nicht „Vergnügen“ mit „glücklich sein“! Und beziehe deine Familie bei deinen Antworten mit ein!

Schritt 5: Kategorisiere deine Ziele

Nimm deine Bucket List und kategorisiere deine Ziele und Wünsche in folgende drei Kategorien: kurzfristig (ein Monat oder weniger), mittelfristig (ein Monat bis ein Jahr) und langfristig (ein Jahr und länger).

Markiere deine Ziele entsprechend:

  1. kurzfristig -> k
  2. mittelfristig -> m
  3. langfristig -> l

NIMM DIE KATEGORISIERUNG JETZT VOR!

Dieser Schritt hilft dir immens dabei, um schnell zu bestimmen, ob deine Wahrnehmung stimmt, was du jetzt umsetzen solltest versus deine Träume in der Zukunft.

Hab bei alldem folgendes im Hinterkopf:

  • Manche Ziele müssen groß sein! Sind deine großen Ziele in Sicht- und Reichweite, spornt es dich an dein wahres Potential zu erreichen.
  • Manche Ziele müssen langfristig sein! Das motiviert dich dauerhaft in deiner Zielerreichung und beugt außerdem vor, dass es keine längere Frustration gibt, wenn du kurzfristige Ziele nicht direkt erreichst.
  • Manche Ziele müssen klein sein! Das hält deine tägliche Motivation aufrecht und lässt dich in Kontakt mit der Realität bleiben, wenn unerwartet doch einmal wieder etwas anders kommt, als du es eigentlich geplant hattest.
  • Manche Ziele müssen durchgängig bestehen bleiben und finden keinen Abschluss.
  • Manche Ziele bedürfen einer vorherigen Analyse und Beratung, um herauszufinden, wo du dich gerade tatsächlich befindest, bevor du sie wirklich zu deinem Ziel machen kannst.
  • Die meisten Ziele sollten spezifisch sein. Hast du Ziele, die nicht spezifizierbar sind, solltest du sie in Teilziele untergliedern, um sie handhabbarer, aber auch greifbarer zu machen.

Schritt 6: Handle jetzt!

Wähle dir aus deinen verbliebenen Zielen JETZT vier Ziele aus!

Denke dabei daran, dass sich diese Ziele in Balance mit deiner aktuellen Lebenssituation befinden sollten. Deine aktuelle Lebensbalance kannst du sehr gut mit dem Rad des Lebens bestimmen.

Falls das dein erster Kontakt mit konkreter Zielsetzung ist, empfehle ich dir, dass du mit eher kurzfristigen Zielen startest. Das gibt dir zum einen eine schnellere Gewöhnung an den nachfolgenden Prozess der Zielerreichung. Und motiviert dich durch schnellere Erfolgserlebnisse für langfristige Ziele.

Noch ein wichtiger Hinweis am Ende dieses Artikels: notiere deine neuen Ziele in einem Notiz- oder Tagebuch, das du dir mehrmals im Jahr anschaust!

Es wird dich immens motivieren, wenn du deine Ziele notierst, die du das Jahr über erreicht hast. Dein Selbstbewusstsein, dein Selbstbild und deine Fähigkeit zur Zielerreichung werden sich dramatisch verbessern.

Und nun zu dir!

Welches ist das wichtigste Ziel auf deiner Bucket List? Bis wann willst du es erreichen? Und wie gehst du bei deiner Zielerreichung voran?

Ich freue mich auf deine Antworten in den Kommentaren!

Liebe Grüße,
Fabian

Fabian Arndt

Fabian Arndt

Autor bei PRODUCTIVITMIND und Gründer von local101

ARTIKEL VON FABIAN | ABONNIEREN UND KOSTENLOSEN KURS STARTEN

Fabian ist Autor für PRODUCTIVITYMIND. Neben seiner Arbeit an PRODUCTIVITYMIND ist Fabian Geschäftsführer einer Werbeagentur für lokales Marketing sowie Gründer von Mein Leipzig, einem City-Portal für Leipzig.

Pin It on Pinterest

Share This

Zum KOSTENLOSEN Download anmelden

x